Besuch bei Corteva

22|10|2023

Wer von Ihnen hätte gewusst, dass einer der größten Saatguthersteller der Welt einen Standort im Landkreis Freising hat? Diesen Standort habe ich kürzlich gemeinsam mit der stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Alina Graf besucht. In Langenbach betreibt Corteva Versuchsflächen für die Züchtung von Silo- und Körnermais. Solche Versuchsflächen gibt es auch in anderen Teilen Bayerns. Sie dienen dazu, das Saatgut unter verschiedenen Bedingungen bei Klima und Boden zu testen.

Grundsätzlich produziert Corteva eine große Bandbreite an Saatgut – von konventionell bis bio. Die Zulassung neuer Sorten ist dabei eine der zentralen Herausforderungen. Von ca. 10.000 „Kandidaten“ werden in Deutschland jährlich nur drei bis vier zugelassen. Der Prozess dauert sehr lange und ist schwer planbar, weil EU-Regularien auf nationaler Ebene oft nicht eindeutig auslegbar sind. Auch die Entwicklung kleinerer Kulturen, z. B. Gemüsesorten, ist für Corteva nicht unaufwändig, vor allem im Hinblick auf die Kosten.

Ein weiteres Thema, das wir mit den Vertretern von Corteva besprochen haben, sind gentechnisch veränderte Lebensmittel. Auch hier spielen sowohl EU- als auch nationale Regelungen eine wichtige Rolle. Der Diskussionsprozess ist bei diesem. Thema aber noch lange nicht abgeschlossen. Ich bin der Meinung, dass bei zukünftigen Entscheidungen der Verbraucher:innenschutz absolute Priorität genießen muss. Für besonders wichtig halte ich auch die Wahlfreiheit der Bürger:innen: Es muss eine Ko-Existenz von Gentechnik-freien und Gentechnik-nutzenden Lebensmitteln geben.

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